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Recruiting bei Banken : „Berufseinsteiger sind Impulsgeber“

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Dorothee Pfeuffer ist Recruitingleiterin bei der Commerzbank. Bild: Commerzbank

Dorothee Pfeuffer, Recruitingleiterin der Commerzbank, erklärt im Interview, welche Jobs die Bank Hochschulabsolventen zu bieten hat und warum junge Mitarbeiter dringend gesucht werden.

          Frau Pfeuffer, Banken müssen sich gerade in vielen Geschäftsfeldern neu erfinden. Was erwartet Hochschulabsolventen, wenn sie in Ihrem Unternehmen einsteigen?

          Sie sind bei uns sehr willkommen. Die Digitalisierung ist einer der großen Treiber des Wandels. Die heutigen Absolventen sind mit digitaler Technik aufgewachsen und finden deshalb leicht Zugang zu neuen Anwendungen. Wir sehen junge Berufseinsteiger deshalb auch als Impulsgeber, die uns bei der Transformation von Geschäftsfeldern voranbringen können. Und mit der Digitalisierung schaffen wir neue Jobs. Vor zehn Jahren haben soziale Medien noch keine Rolle gespielt, heute brauchen wir Spezialisten, die unseren Auftritt dort betreuen und überlegen, wie wir solche Kanäle für neue Geschäftsmodelle noch besser nutzen können.

          Das Image der Bankenbranche hat zuletzt gelitten. Inwiefern müssen Sie heute mehr um Nachwuchskräfte werben als früher?

          Es mag sein, dass die Wahrnehmung der Branche nicht mehr ganz so positiv ist wie früher. Auf Stellenanzeigen für Jobs in klassischen Bank-Bereichen bekommen wir dennoch gute und hochqualifizierte Bewerbungen. Bei Stellen jenseits des Kerngeschäfts, etwa in Marketing, Personal und Compliance, haben uns Absolventen allerdings häufig nicht auf dem Schirm. Für diese Bereiche machen wir deshalb verstärkt Werbung und präsentieren uns mit Workshops und Vorträgen deutschlandweit an mehr als 30 Universitäten.

          Inwiefern suchen Sie auch Absolventen jenseits klassischer Wirtschaftsstudiengänge?

          Ein betriebswirtschaftliches Studium ist eine gute Voraussetzung für einen Job bei uns, aber nicht unbedingt nötig. Wir brauchen Menschen, die analytisch denken und zielorientiert handeln, die Fachrichtung des Studiums ist dann eher nebensächlich. Wir suchen zum Beispiel auch Informatiker, Naturwissenschaftler und Juristen. Bei uns im Unternehmen sind praktische alle Fachrichtungen vertreten, auch Historiker und Medienwissenschaftler machen bei uns spannende Jobs.

          Das Interview führte André Schmidt-Carré.

          Quelle: F.A.Z

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