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E-Commerce auf dem Vormarsch : „Der Laden an der Ecke braucht eine Präsenz im Netz“

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Hilft kleinen Händlern vor Ort: Geschäftsführer Dirk Spannaus von der IT-Beratung Twentyzen. Bild: Twentyzen

Die IT-Beratung Twentyzen wollte kleine Händler beim digitalen Wandel unterstützen. Entstanden ist Webzunder. Geschäftsführer Dirk Spannaus erklärt, wie das kam.

          Herr Spannaus, wie kamen Sie auf die Idee, eine Internetstarthilfe für kleine Händler anzubieten?

          Angefangen hat alles 2012 damit, dass ich auf der Suche nach einem Geschenk für meinen Neffen war. Er wünschte sich ein Spielzeug von einer bestimmten Marke. Ich habe damals versucht, online einen stationären Händler zu finden, der die Marke vertreibt und bemerkt, wie schwierig das ist. Deswegen hat mich die Frage beschäftigt, was der traditionelle Handel wohl tun müsse, um mit den Onlinehändlern mitzuhalten. Und kam zu dem Schluss, dass auch der Laden an der Ecke eine Präsenz im Netz braucht. Denn Kunden recherchieren heute überwiegend online.

          Ist ein Internetauftritt für kleine Unternehmer nicht sehr aufwendig?

          Ja, so ist es. In großen Konzernen gibt es zum Thema Onlinemarketing eigene Experten. Ein kleiner Betrieb hat dafür nicht genügend Mitarbeiter – und auch nicht die Zeit. Aus diesem Grund haben wir ein Onlinetool für stationäre Händler entwickelt, das einfach zu bedienen ist und die Verwaltung des eigenen Onlineauftritts ermöglicht. Neben der leichten Auffindbarkeit des Geschäfts können Händler so über das Internet mit ihren Kunden in Kontakt bleiben. Außerdem haben sie die Konkurrenz im Blick. So bekommen stationäre Händler die Chance, in der digitalen Welt mitzumischen und langfristig zu überleben.

          Wie sehen Sie die Digitalisierung des Handels allgemein?

          Ich blicke momentan etwas skeptisch auf die Branche. Gerade im Gespräch mit mittelständischen Unternehmen bemerke ich die Angst vor dem unbekannten Terrain. Meiner Meinung nach müssen alle stationären Händler aktiv etwas für ihre Zukunft tun. Schließlich wächst der Marktanteil des Onlinehandels immer weiter. Auch lokale Händler müssen ihre Kunden heutzutage online abholen. Um sich abzusetzen, müssen Anbieter mit besserem Service überzeugen – und nicht zwangsläufig mit dem besten Preis.

          Das Interview führte Thomas Metschl.

          Quelle: F.A.Z.

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