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Fünf Fakten... : ...zum Übergang zwischen Bachelor und Master

  • -Aktualisiert am

Kindergeld, BAföG, Krankenversicherung: Nach dem Bachelor-Abschluss kommen viele Fragen auf. Bild: ismagilov/iStock/Getty Images

Du möchtest nach dem Bachelor noch ein Master-Studium anhängen? Dann gibt es im Hinblick auf BAföG, Kindergeld, Krankenversicherung, Arbeitslosengeld und Master-Zulassung einiges zu beachten. Hier die Fakten:

          1. BAföG

          Es ist nicht ganz einfach, zwischen den beiden Studienabschnitten eine nahtlose BAföG-Förderung zu erhalten. Für den Bachelor bekommt man normalerweise für die Dauer der Regelstudienzeit die Förderung. Schließt man das Studium früher ab, endet mit der letzten Prüfungsleistung für den Bachelor der Anspruch auf BAföG. Wichtig: Ist die letzte Leistung die Bachelor-Arbeit, verfällt der Anspruch am Ende des Monats, in dem die Arbeit beim Prüfungsamt abgegeben wird. Wann die Arbeit bewertet wird, ist in diesem Zusammenhang unwesentlich.
          BAföG für den Master kann man bekommen, sobald man einen Platz hat und das Studium aufnimmt. Voraussetzung für die Bewilligung der Förderung ist allerdings der Nachweis des bestandenen Bachelor-Abschlusses.
          Was ist mit dem Zeitraum zwischen Bachelor und Master? Der wird nur gefördert, wenn die Lücke nicht mehr als einen Monat beträgt. Um durchgehend BAföG zu erhalten, empfiehlt sich folgender Zeitplan: 1. Bis 15. Juli: Master-Bewerbung einreichen. 2. Anfang August: letzte Prüfung ablegen beziehungsweise Bachelor-Arbeit abgeben. 3. Im Oktober: Master-Studium beginnen.

          2. Kindergeld

          Formal gilt: Kindergeld kann bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres des Kindes auch für eine Übergangszeit von vier Monaten zwischen zwei Ausbildungsabschnitten bezogen werden. Der nächste Ausbildungsabschnitt muss spätestens im fünften Kalendermonat nach Ablauf von vier vollen Kalendermonaten, in denen sich das Kind nicht in Ausbildung befunden hat, beginnen. Doch auch wenn zwischen Bachelor und Master mehr als vier volle Monate liegen, kann man für die Übergangszeit Kindergeld bekommen. Voraussetzung: Man muss nachweisen können, warum das Masterstudium erst zu einem späteren Zeitpunkt angetreten werden kann und dass man sich ernsthaft um einen Masterplatz zum nächstmöglichen Zeitpunkt bemüht. Außerdem darf man auch in dieser Übergangszeit nicht mehr als 20 Stunden in der Woche arbeiten.

          3. Krankenversicherung

          Solange man unter 25 ist und studiert, ist man über die Eltern familienversichert. Wer älter ist, nimmt die günstige studentische Krankenversicherung in Anspruch. Das geht aber nur, solange man immatrikuliert ist. Bachelor-Absolventen, die bis zum Master beispielsweise ein Jahr pausieren wollen – und in dieser Zeit keinen Job annehmen, der die Minijob-Grenze übersteigt – können sich in der Zwischenphase freiwillig versichern. Mit Beginn eines Vollzeit-Master-Studiums dürfen sie wieder in die studentische Krankenversicherung. Beendet ein Studierender sein Bachelor-Studium und immatrikuliert sich für das Folgesemester für einen Master-Studiengang, bleibt die studentische Krankenversicherung durchgehend bestehen – auch wenn zwischendurch vielleicht ein oder zwei Monate nicht studiert wurde.

          4. Arbeitslosengeld

          Es kann sinnvoll sein, sich unmittelbar nach der letzten Bachelor-Prüfung bei seinem Jobcenter arbeitslos zu melden. Wer im Studium mindestens ein Jahr sozialversicherungspflichtig beschäftigt war, hat Anspruch auf Arbeitslosengeld. Alle anderen können Hartz-IV-Leistungen beantragen. Das heißt aber auch, dass man prinzipiell dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen muss. Bekommt man von seinem Jobvermittler eine Tätigkeit angeboten, kann man sie nicht einfach ablehnen. Weiß der Vermittler, dass man in Kürze mit dem Master-Studium beginnen will, wird er aber, wenn überhaupt, nur nach befristeten Tätigkeiten Ausschau halten. Heißt: Möglicherweise bekommt man sogar einen interessanten Übergangsjob vermittelt.

          5. Master-Zulassung

          Nicht selten müssen sich Studenten um einen Master-Platz bewerben, bevor sie zur letzten Bachelor-Prüfung angetreten sind oder die Bachelor-Arbeit abgegeben haben. Üblicherweise endet die Bewerbungsfrist für die Master-Studiengänge des Wintersemesters am 15. Juli. Was tun, wenn man die letzte Prüfung erst Anfang August macht? Bis die Abschlussnote vorliegt, vergeht weitere Zeit ins Land. Das Problem: Ohne bestandenen Bachelor kann man nicht zum Master zugelassen werden. Viele Universitäten erteilen in solchen Fällen Zulassungen unter Vorbehalt. Das Bachelor-Zeugnis kann später nachgereicht werden. Man sollte sich aber frühzeitig über die von Uni zu Uni und Fakultät zu Fakultät variierenden Bestimmungen erkundigen.

          Quelle: F.A.Z.

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