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Wie wird man…Wirtschaftsweise? : „Mein Studium war eine große Inspiration“

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Bild: Institut für Finanzmarktökologie

Die Professorin Isabel Schnabel ist aktuell eine der fünf Wirtschaftsweisen. Was sie über ihre Karriere denkt? Wir haben sie dazu befragt.

          Als Kind wollte ich …

          … Tierärztin werden. Später stellte ich aber fest, dass ich gar kein Blut sehen kann.

          Dass ich Wirtschaftsweise bin, …

          … ist für mich eine besondere Auszeichnung, aber auch eine große Verantwortung.

          An der Aufgabe einer Wirtschaftsweisen gefällt mir besonders, …

          … dass ich mit wichtigen politischen Entscheidungsträgern direkt in Kontakt treten und auf vielfache Weise Einfluss auf die Wirtschaftspolitik nehmen kann.

          Die größte Herausforderung dabei ist, …

          … dass man häufig in kurzer Zeit Lösungsvorschläge für komplexe Probleme entwickeln muss, die bislang kaum erforscht sind.

          Drei Themen, mit denen ich mich regelmäßig beschäftige, sind …

          … die Regulierung der Finanzmärkte, die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank und die Architektur Europas.

          Mein wirtschaftswissenschaftliches Studium …

          … war für mich eine große Inspiration. Ich war überrascht, mit welcher Fülle an Themen man sich in einem volkswirtschaftlichen Studium beschäftigt, und war fasziniert von der stringenten wissenschaftlichen Herangehensweise.

          Mein Berufseinstieg …

          … war fließend. Ich blieb ja stets im universitären Kontext, nur meine Position hat sich verändert: von der Studentin über die c und die Postdoktorandin zur Professorin.

          Wenn ich nicht Professorin geworden wäre, …

          … wäre ich heute vielleicht Zentralbankerin oder Wirtschaftsjournalistin.

          Eine Fähigkeit, die ich an Kollegen besonders schätze, ist …

          … ihr Engagement für die Allgemeinheit und ihre Bereitschaft, sich mit konkreten wirtschaftspolitischen Problemen wissenschaftlich fundiert auseinanderzusetzen.

          Wenn ich heute über meine Karriere nachdenke, …

          … kann ich feststellen, dass ich immer hart gearbeitet habe, aber auch sehr viel Glück hatte. Es gab eine Reihe von Personen, ohne deren Unterstützung es nicht möglich gewesen wäre, Familie und Karriere miteinander zu verbinden – neben meinem Doktorvater vor allem mein Mann und unsere Kinderfrau.

          Mein größtes Vorbild war …

          Vorbilder hatte ich keine – in meinem Studium wurde ich nicht ein einziges Mal von einer Professorin unterrichtet. Aber mein Elternhaus hat mich stark geprägt. Zielstrebigkeit, Wissbegierde und Engagement für die Gesellschaft wurden dort sehr gefördert.

          Isabel Schnabel ist Professorin für Finanzmarktökonomie am Institut für Finanzmarktökonomie und Statistik der Universität Bonn. Seit 2014 gehört sie dem fünfköpfigen Sachverständigenrat zur Begutachtung der wirtschaftlichen Entwicklung, dem Gremium der sogenannten Wirtschaftsweisen an. 

          Quelle: F.A.Z.

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