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Vier spannende Orte 2019 : Frühjahrssonne und gute Laune

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Das Melt!-Festival lockt jedes Jahr mehr als 20.000 Besucher in die Nähe von Dessau. Bild: Stephan-Flad/Ferropolis

Um Spannendes zu erleben oder einfach mal richtig Spaß zu haben, muss man gar nicht weit fahren. Diese Orte lohnen sich 2019.

          Ferropolis: Musik im Tagebau

          Wenn Ferropolis auch die „Baggerstadt“ genannt wird, hat das nichts mit dem Paarungsverhalten der Besucher zu tun. Das ehemalige Braunkohleabbaugebiet Golpa Nord in Gräfenhainichen ist randvoll von geradezu verstörend großen, stillgelegten Bergbaugeräten, quasi als Open-Air-Bergbau-Museum. Logisch, dass so eine skurrile Location auch als Festivalgelände Laune macht. Jeden Sommer, dieses Mal vom 19. bis 21. Juli 2019, findet hier das Melt!-Festival statt. Ein bisschen Indie, ein bisschen Pop, viel Elektro, verschiedene Dancefloors und vor allem viele junge Bands gibt es hier inmitten der gigantischen Bagger. Für 2019 sind unter anderem Bon Iver, A$AP Rocky, Jorja Smith, Skepta und Four Tet angekündigt. Mit etwas mehr als 20.000 Besuchern ist es sicher kein Gartenkonzert, aber eben auch keine Mega-Veranstaltung. Wenn das Wetter mitspielt, lockt zwischendurch ein Sprung in den Gremminger See, der das Gelände umgibt. Das aktuelle Line-up für 2019 gibt es online unter www.meltfestival.de.

          Heilbronn: Visionen für die Zukunft

          Heilbronn – wo liegt das noch mal? Mit der Bundesgartenschau (Buga) rückt die Stadt zwischen Stuttgart und Heidelberg ein bisschen mehr ins Bewusstsein, denn dieses Mal geht es nicht nur um schöne Gartenanlagen und kulturelle Veranstaltungen, sondern (etwas untypisch) auch um ein für die Ausstellung eigens errichtetes und bereits bewohntes Stadtviertel, das in Sachen Wohnen ökologisch und digital zukunftsweisend sein wird: zum Beispiel durch Häuser, die mehr Energie produzieren, als die Bewohner für Beheizung, Warmwasserversorgung und Strom benötigen, sowie neue Baustoffe, begrünte Fassaden und das größte Holzhaus Deutschlands. Die Post wird derweil durch autonome Fahrzeuge zugestellt – und das sind nur einige Details. Zeitgleich mit der Buga eröffnet im April 2019 auch noch das größte Science-Center Deutschlands, das auch Erwachsenen Spaß macht und bereits mit seinem modernen Design polarisiert. Einen Blick auf den spektakulären Neubau des Science-Centers Experimenta gibt es unter www.experimenta.science, die Details zur Buga findet man unter www.buga2019.de.

          Reste der Berliner Mauer lassen sich 30 Jahre nach dem Mauerfall vor allem an der East Side Gallery entdecken.

          Berlin: Im Zeichen der Mauer

          Klar, feiern kann man in Berlin sowieso immer. 2019 gibt es aber noch einen guten Grund, endlich mal die Hauptstadt zu besuchen. 2019 jährt sich der Berliner Mauerfall zum 30. Mal. Für die einst geteilte Stadt Berlin ein ganz einschneidendes Erlebnis. Logisch, dass das Jahr 2019 ganz im Stern dieses Ereignisses steht. Ausstellungen, Theaterstücke und thematische Rundgänge beschäftigen sich mit der Zeit des Kalten Krieges, der friedlichen Revolution von 1989, der Wiedervereinigung, aber auch den persönlichen Schicksalen rund um die Mauer. Auch ausgefallene Führungen sind dabei, zum Beispiel durch das Haftkrankenhaus des Staatssicherheitsdienstes, und eine Radtour entlang des ehemaligen innerstädtischen Grenzverlaufs. In der Multimediaausstellung „nineties berlin“ (vom ZDF ganz passend als „Abenteuerspielplatz für Erwachsene“ betitelt) beschwören die Kuratoren noch mal das Lebensgefühl dieser Zeit herauf. Sogar sportlich kann man sich der Mauer nähern: Am 17. und 18. August findet wieder der 100-Meilen-Mauerlauf auf dem ehemaligen Grenzstreifen rund um Berlin statt. Alle Veranstaltungen gibt es unter www.visitberlin.de/de/veranstaltungen-30-jahre-mauerfall.

          Steinhuder Meer: Natur aktiv erleben

          Noch so eine Ecke, die niemand sofort auf der Karte findet, wenn er nicht zufällig aus der Region Hannover stammt. Und das ist gut so! Denn sonst wäre die Natur rund um den größten See Norddeutschlands nicht halb so spannend. Das Besondere am Steinhuder Meer ist nicht nur sein Geheimtipp-Charakter, sondern auch die Tatsache, dass der See von großen Moorflächen umgeben ist. Echtes Moor, in dem die Feuerwehr immer wieder mal Pferde vor dem Versinken retten muss!

          Mit dem Slogan „Meer erleben 2019“ tritt die Region mit einem fetten Programm an, das nicht nur ruhige Spaziergänge bietet, sondern auch eine gute Portion aktive Entdeckertouren: Moorwanderungen zum Beispiel, Radtouren und natürlich auch Kajak-Exkursionen. Oder vielleicht eine Ausbildung zum Pilz-Coach? Wer mehr Geschwindigkeit sucht, ist beim Kite-Surfen richtig, das am Steinhuder Meer eine eingeschworene Fan-Gemeinde hat. Einfach mal unter www.steinhuder-meer.de oder www.naturpark-steinhuder-meer.de stöbern.

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