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Studentenjob : Steuern und Versicherungen im Nebenjob

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Bild: khosrork/iStock

Was ist steuertechnisch bei Mini-, Ferien- oder Vollzeitjob zu beachten – und wie sollten Studierende ihren Verdienst sowie ihr Leben absichern?

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          Beim Minijobber, der im Monat nicht mehr als 450 Euro verdient, übernimmt meist der Arbeitgeber den pauschalen Steuer- und Sozialversicherungsanteil. Wer regelmäßig mehr als 450 Euro im Monat verdient, aber unter 850 Euro bleibt, ist im Prinzip einkommensteuerpflichtig. Bleibt das Jahreseinkommen unter dem steuerfreien Existenzminimum von 9.168 Euro, kommt die automatisch abgeführte Steuer aber dank Steuererklärung wieder zurück. Bonus für Studierende: Als Arbeitnehmer sind sie nicht sozialversicherungspflichtig, wenn ihre Zeit und Arbeitskraft überwiegend durch das Studium in Anspruch genommen werden. Diese Bedingung ist erfüllt, wenn Studierende nicht mehr als 20 Wochenstunden arbeiten. In der Krankenversicherung sind Studierende bis zum 25. Lebensjahr ohnehin durch die Familienversicherung mitversichert. Wer jedoch mehr als 20 Stunden pro Woche arbeitet, muss sich selbst versichern. Bei der Rentenversicherung zahlen Studierende mit einem Einkommen zwischen 450 und 850 Euro pro Monat einen reduzierten Satz.

          Wer im Rahmen eines Ferienjobs einige Monate im Jahr voll verdient, dem wird die Lohnsteuer automatisch abgezogen. Auch hier gilt: Mit einer Steuererklärung kommen Steuern für diejenigen zurück, die im Jahr unter 9.168 Euro verdienen. Wer mehr Einkommen vorweist, kann sich pauschal mit 25 Prozent besteuern lassen. Als Arbeitnehmer mit einem Job in der vorlesungsfreien Zeit ist man sozialversicherungsfrei (Kranken- und Rentenversicherung wie beim Minijob) – auch dann, wenn die Beschäftigung länger als drei Monate oder 70 Arbeitstage im Kalenderjahr ausgeübt wird.

          Steuererklärung zahlt sich aus

          Eine Steuererklärung ist übrigens auch für Studenten immer sinnvoll: „Unabhängig davon, ob Studenten parallel zum Studium einem Nebenjob nachgehen, selbständig oder berufstätig sind, sollten sie immer eine Steuererklärung abgeben“, schreibt die Plattform Steuerhelden, die vom Fachverlag Wolters Kluwer betrieben wird. Selbst wenn gar keine Einnahmen erzielt werden, raten die Experten zur Abgabe einer Steuererklärung zur Verlustfeststellung, um die Möglichkeit zu haben, die Kosten im Zusammenhang mit dem Studium später als sogenannte vorweggenommene Werbungskosten geltend zu machen.

          Mit Blick auf weitere Versicherungen empfiehlt Markus Sobau vom Finanzberatungsunternehmen Confina, minimalistisch zu bleiben. „Eine Haftpflichtversicherung muss immer sein“, konstatiert der Mannheimer. Studierende sollten also prüfen, ob sie noch über die Eltern versichert sind, was im Rahmen eines Minijobs meist der Fall ist. Sobald die Sozialversicherungspflicht anfällt oder sich der Studi selbständig macht, muss er sich selbst haftpflichtversichern. Wer vor der Haftung für den Schaden am Eigentum anderer geschützt sein will, sollte dafür nicht mehr als 50 Euro pro Jahr ausgeben, rät Sobau.

          Absicherung in jungen Jahren günstiger

          Wichtig für Studenten mit und ohne Nebenjob ist die Berufsunfähigkeitsversicherung, kurz BU. „Wer sozialversicherungspflichtig arbeitet, erhält erst nach fünf Jahren eine Zuwendung vom Staat, wenn er erwerbsunfähig wird. Auch sind solche Absicherungen häufig in jungen Jahren deutlich günstiger zu haben und lassen sich dann im Laufe des Berufslebens entsprechend den neuen Bedürfnissen anpassen“, erläutert der Finanz- und Versicherungsexperte. Wer im Rahmen eines Minijobs berufsunfähig wird, erhält vom Staat nichts. Sobau rät allen Studierenden dazu, eine günstige Variante der BU früh abzuschließen. „Später machen die Gesundheitsprüfung und die hohen Beiträge häufiger Probleme“, erläutert er. Weiterer Vorteil: Auch wer sein Studienziel aus gesundheitlichen Gründen nicht schafft, gilt bei der Versicherung als berufsunfähig und bekommt eine Auszahlung. Eine solide BU ist schon für 20 bis 30 Euro im Monat zu haben.

          Unter Umständen sinnvoll, aber kein Muss, sind Unfallversicherungen oder auch der Invaliditätsschutz. „Wer durch eine Sportverletzung oder einen unverschuldeten Autounfall im Rollstuhl sitzt, gilt beispielsweise als Betriebswirt nicht als berufsunfähig, weil er ja eine bestimmte Anzahl Stunden arbeiten kann. Die Unfallversicherung oder der Invaliditätsschutz würde dann trotzdem greifen“, weiß Sobau. Eine Unfallversicherung kostet etwa acht Euro im Monat.

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