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Jobs mit Zukunft : Wo arbeiten Bioinformatiker/ Biomediziner?

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Die promovierte Biowissenschaftlerin Katharina Beuke, 30, forscht bei Sanofi, einem der größten Pharmakonzerne weltweit in der quantitativen Systempharmakologie. Bild: Sanofi

Die promovierte Biowissenschaftlerin Katharina Beuke, 30, forscht bei Sanofi, einem der größten Pharmakonzerne weltweit, in der quantitativen Systempharmakologie.

          Was muss ich tun?

          Als Forscherin in der quantitativen Systempharmakologie erstelle ich Modelle, um Vorhersagen über die Effektivität von Medikamenten aufgrund ihrer Wirkmechanismen zu treffen. Diese mathematischen Modelle beschreiben, wie Zellen und Moleküle in krankem Gewebe miteinander interagieren und wie sich ihre Konzentration mit der Zeit verändert. Neben der Arbeit am Computer stellen das Erstellen, Kalibrieren und Simulieren der Modelle, die Literaturrecherche sowie Meetings mit Kollegen aus der Forschung und Entwicklung einen weiteren wichtigen Teil meiner Arbeit dar.

          Was muss ich können?

          Um komplexe Krankheitsbilder genau beschreiben zu können, ist ein gutes Verständnis der Biologie unerlässlich. Ich muss aktuelle Forschungsberichte und wissenschaftliche Veröffentlichungen interpretieren können und mich außerdem mit mathematischer Modellierung auskennen. Dafür muss man nicht unbedingt Mathematik studiert haben, aber zu meinen Aufgaben zählen zum Beispiel das Erstellen der Gleichungen des Modells und die Parameterschätzung.

          Wo kann ich arbeiten?

          Arbeiten kann man als promovierter Bioinformatiker oder Biomediziner in Pharmaunternehmen, an Universitäten oder an akademischen Instituten. Grundsätzlich stehen mir mit meinem Studium der molekularen Biowissenschaften aber noch mehr Möglichkeiten offen.

          Warum hat der Job Zukunft?

          Der Bedarf an Medikamenten, die Krankheiten wie Krebs oder Autoimmunerkrankungen lindern oder heilen, ist groß. Gleichzeitig verstehen wir diese Krankheitsbilder nur teilweise. Dabei haben wir immer mehr Daten zur Verfügung, aber klinische, humane Daten bleiben rar. Modelle helfen, alle Daten optimal zu nutzen und miteinander zu verknüpfen. So können präklinische Ergebnisse aus dem Labor in die Klinik hineingetragen werden und Ergebnisse aus klinischen Studien in die Erforschung neuer Medikamente einfließen. Gleichzeitig können die Computermodelle komplexe, parallel laufende Prozesse darstellen, die die Vorstellungskraft des menschlichen Gehirns überschreiten. So können wir sie nutzen, unser Verständnis über die mechanistische Wirkung von Medikamenten in verschiedenen Krankheiten zu erweitern.

          Was mag ich an meinem Job?

          Ich persönlich ziehe große Befriedigung aus dem Wissen, dass meine Arbeit dazu beiträgt, bessere Medikamente schneller für Patienten zur Ver­fügung zu stellen. Mein Beruf ist sehr vielfältig, die Modellentwicklung ist Teamarbeit mit Kollegen aus unterschiedlichen Disziplinen, und ich muss mich immer wieder in neue Krankheitsbilder einarbeiten. Zu guter Letzt macht mir auch die mathematische Herausforderung Spaß.

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