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Gründerinnen : Gründerinnen vor

  • -Aktualisiert am

Bild: Illustration: Laura Breiling

Die Start-up-Szene ist jung, dynamisch – und überwiegend männlich. Bundesweit fördern daher einige Vereine und Initiativen gezielt Frauen.

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          Der Anteil an Start-ups in Deutschland, die von Frauen gegründet werden, liegt bei 14 Prozent. Zwar ist der Wert in den vergangenen vier Jahren leicht gestiegen. Doch noch immer ist die große Mehrheit aller Gründer männlich. Das belegt der aktuelle „Female Founders Monitor“ des Bundesverbands Deutsche Startups. Experten betrachten dieses Ungleichgewicht mit Sorge: „Eine Volkswirtschaft profitiert am stärksten, wenn sie von Unternehmerinnen und Unternehmern gleichermaßen vorangetrieben wird“, sagt Stephanie Birkner, Professorin für Female Entrepreneurship an der Universität Oldenburg. Hierzulande haben sich deshalb viele Verbände und Institutionen zum Ziel gesetzt, Unternehmerinnen den Weg zur Gründung zu erleichtern. Ein Überblick über die wichtigsten Förderprogramme für Frauen-Start-ups:

          Risikokapitalgeber vor allem männlich

          Zwar sind Ersparnisse für alle Gründer nach wie vor die wichtigste Geldquelle, gefolgt von Finanzspritzen von Angehörigen und Freunden – hier gibt es keinen Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Gründern. Dieses Geld trägt ein Unternehmen in der Regel allerdings nur über die Anfangsphase. „Sobald ein Start-up wachsen soll, ist der Gründer oder die Gründerin auf Kapital von risikofreudigen Investoren angewiesen“, sagt Birkner. Die können es verkraften, auch mal Geld in den Sand zu setzen, wenn sie dafür an anderer Stelle erfolgreich sind.

          Wenn es aber um die Finanzierung durch Dritte geht, ziehen Frauen häufig den Kürzeren, zeigen Studien. Einer Untersuchung der Universität Harvard zufolge erhielten Gründerinnen von Risikokapitalgebern durchschnittlich nur ein Viertel der Summe, die sie benötigten. Männer dagegen bekamen von den Investoren doppelt so viel Geld wie Frauen. 53 Prozent der Gründerinnen erhielten gar keine Finanzierung. Dagegen wurden nur 38 Prozent der Männer mit ihrer Gründungsidee abgewiesen.

          Mittlerweile gibt es mehrere Risikokapitalgeber, die sich auf Gründungen von Frauen spezialisiert haben. Einer der bekanntesten ist der Female Founders Fund mit Sitz in New York. Der Frühphaseninvestor beteiligt sich an Start-ups von Gründerinnen, die in Branchen unterwegs sind, in denen von Frauen geführte Start-ups einen großen Einfluss haben. Zu diesen Branchen zählt für den Investor beispielsweise der Online-Handel. Andere auf Gründungen von Frauen spezialisierte Risikokapitalgeber sind zum Beispiel BBG Ventures, Merge Lane, Rivet Ventures, Halogen Ventures, Scale Investors, Fierce Capital und Perkins. Auffällig: Fast all diese Investoren haben ihren Sitz in den Vereinigten Staaten.

          In Deutschland ist Venture Capital noch immer Männersache. Schaut man sich in der Führungsriege der größten Risikokapitalunternehmen in Deutschland um, sind ihre Partner fast ausschließlich Männer. Branchenexperten sehen darin einen der Hauptgründe, warum weniger Frauen Geld von Wagniskapitalgebern erhalten als Männer. „Wir erleben häufig, dass Frauen es bei männlichen Investoren schwerer haben, eine Finanzierung zu bekommen“, sagt Katja von der Bey, Geschäftsführerin des Gründerinnenzentrums Weiberwirtschaft. Das muss nicht einmal Absicht sein, sondern kann schlicht daran liegen, dass Investoren sich in männlichen Gründern selbst wiedererkennen, ohne dieses Verhalten zu reflektieren.

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