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Berufseinstieg: Endress+Hauser : „Schaut über den Tellerrand hinaus“

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Helena Fuergut hat ihr Maschinenbaustudium an der Fachhochschule Kempten 2015 mit Diplom abgeschlossen. Bild: Endress Hausser

Helena Fuergut, 26, ist Applikationsingenieurin in der Abteilung Customer Projects and Special Products bei der Firma Endress+Hauser Wetzer GmbH & Co. KG.

          Frau Fuergut, welchen Berufseinstieg haben Sie gewählt und warum?

          Vor meinem Fachabitur hatte ich bereits eine Ausbildung zur technischen Zeichnerin absolviert. Während der Studienzeit an der Fachhochschule habe ich dann bei meinem jetzigen Arbeitgeber als Werkstudentin in verschiedenen Abteilungen gearbeitet und ein Praktikum in der Niederlassung in Italien gemacht. So konnte ich bereits Berufserfahrung und auch Erfahrung im Unternehmen vorweisen und direkt in meinen jetzigen Job einsteigen.

          Was war Ihren Ansprechpartnern im Bewerbungsgespräch wichtig? Wie ist das Bewerbungsgespräch abgelaufen?

          Mein Bewerbungsgespräch lief eher unkonventionell ab, da wir uns – mein Arbeitgeber und ich – bereits seit Jahren kannten. Wichtig war dem Unternehmen vor allem, dass ich eine genaue Vorstellung von meinem zukünftigen Job habe und gut in das Team passe.

          Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus?

          Ich werfe einen ersten Blick in die aktuellen Anfragen unserer Vertriebszentren, um einen Überblick zu bekommen. Als Bindeglied zwischen Vertrieb und Produktion kläre ich dann die einzelnen Themen mit der Auftragsabwicklung und Produktionsplanung in der jeweiligen Niederlassung. Dabei erfolgen 90 Prozent der Kommunikation auf Englisch oder Italienisch. In der Regel arbeite ich täglich 8 bis 9 Stunden, wobei ich – dank Gleitzeit – in der Zeitgestaltung flexibel bin.

          Was sind Ihre Hauptaufgaben?

          Ich bin verantwortlich für die technische Unterstützung unserer Vertriebskollegen, wenn Kunden Sonderprodukte für ihre Anwendung benötigen. Das beginnt mit der Klärung der ersten technischen und kommerziellen Machbarkeit und geht bis hin zum Angebot für die kundenspezifische Sonderlösung. Darüber hinaus bin ich abteilungsintern Ansprechpartnerin für die Klärung und Aufarbeitung technischer Themen, die unsere Niederlassungen weltweit betreffen.

          Was würden Sie Studierenden der Ingenieurswissenschaften für ihre Karriere raten?

          Beschränkt euch nicht nur auf die technischen Inhalte, sondern blickt über den Tellerrand hinaus. Auch als Ingenieur benötigt man ein Grundverständnis für wirtschaftliche, interkulturelle und organisatorische Zusammenhänge. Deshalb sollte man die Studienzeit nutzen, Erfahrungen, etwa in Vereinen oder im Ausland, zu sammeln.

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