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Informatiker bei SEW : „Ich habe abwechslungsreiche Aufgaben“

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Frederick Guntermann, 33, hat Informatik an der Universität Karlsruhe (KIT) studiert und 2013 mit einem Bachelor of Science abgeschlossen. Bild: SEW

Frederick Guntermann hat Informatik an der Hochschule Karlsruhe studiert. Im Interview erzählt er von seinen heutigen Tätigkeitsbereichen: als Softwareentwickler und Scrum Master.

          Herr Guntermann, welche Rolle spielt Ihr Informatikstudium für Ihre heutige Tätigkeit?
          Während meines Studiums habe ich mich auf den Bereich Computer Vision, also Bildverarbeitung, spezialisiert. Hier kommt es vor allem auf performante Algorithmen und effektiven Speicherzugriff an. Diese Spezialisierung war für meinen Berufseinstieg ideal. Denn genau diese technischen Methoden  nutzen wir, um nun die SEW-EURODRIVE eigene Engineering-Software, die mit unseren Geräten in Echtzeit kommuniziert, weiterzuentwickeln.

          Warum haben Sie sich für eine Karriere im Anlagen- und Maschinenbau entschieden?
          Mich interessiert vor allem die hardwarenahe Softwareentwicklung. Außerdem ist der Anlagen- und Maschinenbau eine stabile Branche mit einer Vielzahl an interessanten Themengebieten für Informatiker.

          Wie sind Sie beruflich eingestiegen?
          Nach dem Studium habe ich bei SEW angefangen – und arbeite seitdem dort. Ich bin meinem ersten Arbeitgeber bis heute treu geblieben – gerade auch, weil er bei uns in der Region als guter und sicherer Arbeitgeber bekannt ist. Außerdem finde ich die Themengebiete, an denen wir arbeiten, immer noch interessant.

          Welche Qualifikationen waren Ihren Ansprechpartnern im Bewerbungsgespräch wichtig?
          Meinen Ansprechpartnern war aus meiner Sicht wichtig, dass ich kommunikativ bin und schon entsprechende Erfahrung im Programmieren habe.

          Wie ist das Bewerbungsgespräch abgelaufen?
          Das erste Bewerbungsgespräch war ein allgemeines Kennenlernen, bei dem mein Werdegang im Fokus stand. Wir haben über meine Spezialisierung im Studium geredet. Dafür hatte ich auch meine Bachelor-Thesis dabei. Unterm Strich war es ein sehr angenehmes Interview. Stressige Fragen, wie etwa „Haben sie schon mal eine Regel gebrochen um ein Ziel zu erreichen?“, wurden nicht gestellt. Im zweiten Bewerbungsgespräch ging es dann um Gehalts- und Arbeitszeitfragen. Anschließend habe ich meine potentiellen Kollegen und das Arbeitsumfeld kennengelernt – das hat mir sehr gefallen.

          Welche Jobpositionen haben Sie seitdem durchlaufen?
          Angefangen habe ich als Softwareentwickler. Dabei war ich in ein fünfköpfiges Team eingebunden. Nach 5 Jahren wurde ich dann Scrum Master. Als solcher unterstütze ich mein Team dabei, agil zu arbeiten. Heute habe ich zwei Tätigkeitsbereiche: die Hälfte der Zeit arbeite ich als Scrum Master, die restliche Zeit bin ich in ein Team als Softwareentwickler eingebunden.

          Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Ihnen aus?
          Ich komme jeden Morgen mit meinem Team zum Daily Scrum zusammen. Dabei besprechen wir die Tagesaufgaben. Auch gefrühstückt wird gemeinsam. Am Vormittag bearbeiten wird die geplanten beziehungsweise abgesprochenen Aufgaben. Die Mittagspause verbringen wir oft gemeinsam im Betriebsrestaurant. Anschließend widme ich mich in der Regel den organisatorischen Aufgaben als Scrum Master, zum Beispiel spreche ich mit dem Product Owner die nächsten Features, also Aufgaben, für das Team ab und priorisiere. Entsprechend geht es dann mit den geplanten Aufgaben bis zum Feierabend weiter.

          Was sind Ihre beruflichen Ziele?
          Mein Wunsch ist es, stets auf dem neuesten technischen Stand zu bleiben, damit ich auch „State of the Art“ entwickeln kann. Darüber hinaus will ich mich natürlich auch persönlich und fachlich weiterentwickeln – ohne dabei die Work-Life-Balance aus den Augen zu verlieren.

          Was würden Sie Studierenden raten, die als Informatiker im Anlagen- und Maschinenbau einsteigen möchten?
          Man sollte das Wort Scrum schon mal gehört haben und etwas darunter verstehen können. Immer mehr Firmen setzen Scrum in der täglichen Arbeit ein, vor allem in der Softwareentwicklung.

          Frederick Guntermann, 33, hat Informatik an der Hochschule Karlsruhe studiert und 2013 mit einem Bachelor of Science abgeschlossen. Er arbeitet als Softwareentwickler und Scrum Master bei SEW-EURODRIVE in Bruchsal. Als Hersteller von Antriebstechnik produziert SEW unter anderem Getriebe, Motoren und Getriebemotoren. Guntermann ist zum einen für die Weiterentwicklung der SEW eigenen Engineering-Software verantwortlich. Als Scrum Master leitet er zudem ein Softwareentwickler-Team. Hier übernimmt er Aufgaben wie die gemeinsame Planung der Anforderungen und die entsprechende Aufteilung der Arbeitseinheiten und Aufgaben im Team (Sprints).

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