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Malte Krewinkel hat an der TU Dortmund Wirtschaftswissenschaften studiert und 2016 mit dem Master of Science (M.Sc.) abgeschlossen. Bild: privat

Associate bei PwC : „Der Übergang in die Festanstellung war fließend“

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Malte Krewinkel, 27, ist Associate bei PwC in Essen und externer Doktorand an der Technischen Universität Dortmund. Warum er seine Masterarbeit im Unternehmen geschrieben hat, erzählt er im Interview.

          Malte, welche Rolle spielt dein wirtschaftswissenschaftliches Studium für deine heutige Tätigkeit?

          Mein Wissen aus dem Studium ist die Grundlage für meine Arbeit, etwa für das Prozessverständnis und das Verständnis für Zusammenhänge von Buchhaltung und Finanzberichterstattung, aber auch bei der Nutzung von IT-Tools und Daten. Ich wende mein Studienwissen täglich an. Gerade in den Gebieten Rechnungslegung, bei Prüfungsstandards und IT Systemen sind sie unerlässlich. Eine fundierte wirtschaftswissenschaftliche Ausbildung ist außerdem notwendig, um die heutigen komplexen globalen und internationalen Konzernstrukturen überhaupt zu verstehen.

          Du hast deine Masterarbeit im Unternehmen geschrieben. Warum?

          Wenn man mit empirisch relevanten Daten arbeiten möchte, bietet sich eine Masterarbeit im Unternehmen an. Denn diese sind über die Universität schwieriger zu generieren. Außerdem sind aktuelle und praxisrelevante Forschungsfragen in Kooperation mit Unternehmenspartnern realistischer zu bearbeiten. Man kann sich mit Experten austauschen und erhält nützliche Hinweise. Ich hatte beispielsweise auch Zugang zu Quellen und speziellen Datenbanken. Bei der Masterarbeit im Unternehmen lassen sich Theorie und Praxis durch anwendungsorientierte Fragestellungen sehr gut verknüpfen. Auch für eine spätere Bewerbung erschien mir der Schritt ins Unternehmen sinnvoll.

          Haben sich die damit verbundenen Erwartungen erfüllt?

          Ja, definitiv. Die Zusammenarbeit führte zu einer sehr guten Abschlussarbeit – und hatte für das Unternehmen großen Nutzen: Die Themenstellung wird in der Praxis in Form von neuen Dienstleistungsangeboten verwertet und forschungsseitig konnte ich sie ebenfalls weiterentwickeln.

          Was sind die Vor- und Nachteile einer Masterarbeit im Unternehmen?

          Vorteile gibt es einige. Zum einen bearbeitet man anspruchsvolle, praxisrelevante Forschungsfragen, die ein Alleinstellungsmerkmal für zukünftige Bewerbungen sein können. Die Bearbeitungszeit ist intensiver und man erhält Einblicke in das Unternehmen. So kann man sich dort schon ein Netzwerk aufbauen – ein idealer Ausgangspunkt für eine mögliche Bewerbung bei dem Kooperationsunternehmen.

          Wie verlief der Übergang von der Masterarbeit in den Beruf?

          Der Übergang in die Festanstellung war fließend. Durch die Kooperation war ich direkt Teil des Teams und sogar Ansprechpartner für Kunden. Das Masterarbeitsthema war international ausgelegt und ich konnte mich in den Monaten nach meinem Abschluss direkt als interner Ansprechpartner für diese Fragestellung etablieren und unseren Kunden gegenüber auftreten.

          Was hast du dir anders vorgestellt, was hat dich überrascht?

          Überrascht hat mich der hohe Zusammenhalt und die Loyalität unter den Kollegen. Durch intensive Prüfungs- und Beratungsprojekte haben sich einige Freundschaften entwickelt. Dass die persönlichen und fachlichen Entwicklungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten innerhalb der Organisation so groß sind, hätte ich ebenfalls nicht erwartet.

          Was würdest du Wirtschaftsstudenten für ihre Karriere raten?

          Es lohnt sich, frühzeitig den Kontakt in die Praxis zu suchen, sei es als Praktikant oder im Rahmen einer Werkstudententätigkeit. Auch die Auseinandersetzung mit technologischen Entwicklungen und Trends im Rahmen des universitären Studiums ist als Basis für den Berufseinstieg sinnvoll.

          Malte Krewinkel, 27, ist Associate bei PwC in Essen und externer Doktorand an der Technischen Universität Dortmund. Er hat an der TU Dortmund Wirtschaftswissenschaften studiert und 2016 mit dem Master of Science (M.Sc.) abgeschlossen. In der Abteilung Risk Assurance Solutions, einer hybriden Abteilung, die als Bindeglied zwischen Jahresabschlussprüfung und Beratung fungiert, bearbeitet er unter anderem praxisorientierte Fragestellungen aus den Bereichen innovative Prüfungsansätze, Geschäftsprozesse, System- und Datenanalysen, Digitalisierung, Robotics und Künstliche Intelligenz.

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