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Potentialanalyse : Das Potential zählt

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Sinnvoller Lesestoff. Es bringt nichts, einen AC-Ratgeber nach dem anderen zu verschlingen in der Hoffnung, damit auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Lesestoff empfiehlt sich vor allem zu den Intelligenztests, die unter anderem das logische Denkvermögen, räumliches und technisches Vorstellungsvermögen, Rechtschreibung, Mathematik und Allgemeinwissen überprüfen. Auf diese Tests kann man sich insofern vorbereiten, dass man die Logik und den Aufbau der einzelnen Aufgaben besser versteht. Entsprechende Bücher helfen dabei und führen neben möglichen Lösungswegen mitunter auch die wichtigsten mathematischen und physikalischen Gesetze auf.

Die Selbstpräsentation. In etwa 10 bis 15 Minuten müssen sich die Bewerber mit ihren Stärken und bisherigen Erfolgen vorstellen. Am besten kommt es bei Prüfern an, wenn die Kandidaten diese mit praktischen Erfahrungen belegen können. Zum Beispiel: Wo musste ich schon einmal andere überzeugen, und wie habe ich das geschafft? Woran zeigt sich, dass ich Prioritäten setzen kann? Warum bin ich ein guter Teamplayer? Hier gilt es, ehrliche Antworten zu finden und diese überzeugend an den Mann oder die Frau zu bringen. Wer sich verstellt, fliegt in der Regel auf – die Prüfer fragen nach und versuchen so, Blender zu entlarven. Wichtig ist bei den Antworten auch, auf die ausgeschriebene Stelle und das jeweilige Unternehmen einzugehen.

Worauf kommt es bei der Postkorb-Übung an? Hierbei wird eine Arbeitssituation simuliert und damit getestet, wie sich ein Bewerber in stressigen Situationen organisiert und Entscheidungen trifft. Eine mögliche Übung kann also sein, dass man in kurzer Zeit einen Stapel an Nachrichten bearbeiten soll. Erwartet wird dabei nicht, tatsächlich alle zu schaffen, sondern vielmehr, sich einen Überblick zu verschaffen, Prioritäten zu setzen und gegebenenfalls an andere Mitarbeiter zu delegieren.

Wie verhalte ich mich richtig in der Gruppenübung? Eine häufig verwendete Übung ist hierbei die Simulation eines Mitarbeitergesprächs. Zum Beispiel soll ein Mitarbeiter, der eigentlich schon stark ausgelastet ist, ein neues tolles Projekt übernehmen. Der Kandidat soll Führungsverhalten beweisen und ihm dieses schmackhaft machen, im Gespräch teilt ihm der Mitarbeiter jedoch mit, dass er eigentlich plant, kürzerzutreten, weil Nachwuchs ins Haus steht. Um bei einem solchen Test souverän auftreten zu können, empfiehlt es sich, im Vorfeld solche Gespräche einige Male durchzuspielen. Es kann zudem nützlich sein, herauszufinden, wie das Unternehmen grundsätzlich tickt – also ist es eher leistungs- oder eher mitarbeiterorientiert. Auch daran kann man sich in seinem Vorgehen orientieren.

Wichtig ist, authentisch zu sein und keine Rolle zu spielen, die einem normalerweise nicht entspricht. So ist es zum Beispiel bei Übungen mit mehreren Personen gar nicht entscheidend, immer das erste Wort zu haben. Wer dadurch anderen ständig ins Wort fällt, macht in der Regel keinen guten Eindruck. Es kann also genauso gut ankommen, wenn man sich eher moderierend beteiligt. Negativ fällt im Grunde nur auf, wer sich gar nicht einbringt.

Zum Abschluss wartet dann nur noch das Feedbackgespräch, in dem die Bewerber ihre Leistungen im Test selbst einschätzen können und auch die Prüfer ihre ersten Eindrücke preisgeben. Hier bietet sich noch einmal die Gelegenheit, das Bild, das man durch eventuell verpatzte Übungen hinterlassen hat, etwas geradezurücken.

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