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Studienfinanzierung : Geld fürs Ausland

  • -Aktualisiert am

Bild: Isabel Seliger/SEPIA

Mit welcher finanziellen Unterstützung können Studenten bei Auslandsaufenthalten rechnen? Ein Überblick über das Erasmus-Programm und weitere Finanzierungsmöglichkeiten.

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          #1 Wann und für wen kommt Erasmus in Frage?

          Finanzielle Unterstützung aus dem Erasmus-Programm (seit 2014/15 Erasmus-Plus) der EU kann jeder Studierende beantragen, der eine Zeitlang an einer Uni im europäischen Ausland verbringen oder ein Praktikum absolvieren will. „Erasmus bietet hierfür die größten Chancen auf eine finanzielle Unterstützung, weil der Fördertopf im Vergleich zu anderen Förderprogrammen am größten ist“, sagt Mira Maier, Gründerin und Geschäftsführerin der Informationsplattform Mystipendium.de.

          Derzeit sind es 34 Programmländer: neben 28-EU-Ländern unter anderem auch die Türkei, Serbien und Norwegen. Wichtig ist, dass man an einer Hochschule immatrikuliert ist, die am Erasmus Programm teilnimmt, und dass man das erste Studienjahr bereits hinter sich hat. Welche Zielländer dann in Frage kommen, hängt davon ab, mit welchen Gasthochschulen die eigene Uni einen entsprechenden Erasmus-Koopera­tionsvertrag abgeschlossen hat.

          #2 Ist Erasmus auch für Nicht-EU-Länder möglich?

          Auch der, den es über die EU-Grenzen hinaus treibt, kann zum Teil von Erasmus profitieren. „Im Vergleich zum Austausch innerhalb Europas mit Programmländern steht für diese Studienaufenthalte jedoch deutlich weniger Geld zur Verfügung“, so der Deutsche Akademische Austauschdienst auf seiner Internetseite. Zu den sogenannten Partnerländern gehören zum Beispiel Ägypten, Australien, Brasilien und Japan. Dagegen nicht förderfähig sind Aufenthalte etwa in Monaco, Katar und Saudi-Arabien. Im Grunde gelten dieselben Grundvoraussetzungen wie beim Auslandsstudium innerhalb der EU – nämlich eine reguläre Immatrikulation an einer deutschen Hochschule und dass das erste Studienjahr erfolgreich abgeschlossen ist. Darüber hinaus braucht die eigene Hochschule eine spezielle Projektförderung sowie einen Erasmus-Kooperationsvertrag mit Gasthochschulen aus Nicht-EU-Ländern.

          #3 Welche finanzielle Unterstützung bietet Erasmus?

          Gefördert wird pro Studienzyklus im Rahmen eines Bachelor-, Master- oder Promotionsstudiums ein Studienaufenthalt oder ein Praktikum von drei bis zwölf Monaten. Während dieser Zeit fallen keine Studiengebühren im Gastland an. „Dies ist häufig eine enorme finanzielle Erleichterung, da die Studiengebühren in einigen Ländern zum Teil einige tausend Euro betragen können“, erklärt Maier. Außerdem werden den Studierenden Registrierungs-, Prüfungs-, Labor- und Bibliotheksgebühren an der Gasthochschule erlassen.

          Des Weiteren gibt es über Erasmus eine sogenannte Mobilitätsbeihilfe, eine zusätzliche finanzielle Unterstützung also. Diese liegt in diesem Jahr bei durchschnittlich 390 Euro pro Monat – der genaue Betrag richtet sich nach Ländergruppen und liegt zwischen 330 und 450 Euro. Was davon gezahlt wird, ob Bücher, Essen oder Miete, ist jedem selbst überlassen. Für Praktika liegen die Förderbeträge etwas höher: Durchschnittlich sind es 495 Euro, wobei die Spanne zwischen 435 und 555 Euro liegt. Übrigens: Bei bis zu 300 Euro hat die Förderung keine Auswirkungen auf das Bafög. Alles darüber verringert allerdings den eigenen Bafög-Höchstsatz. Ausgezahlt wird die Förderung je nach Hochschule entweder in zwei bis drei Raten oder auch monatlich. Die letzte Rate wird in der Regel erst dann gezahlt, wenn das Auslandsstudium abgeschlossen und alle erforderlichen Unterlagen abgegeben wurden.

          #4 Welche Sonderförderung gibt es?

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