https://www.faz.net/-i7g-9isid

Ifo Institut : „Ich bin dankbar für die Chancen“

  • Aktualisiert am

ifo Institut - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V. Bild: Ifo Institut in München: Hochschulanzeiger

Clemens Fuest ist der Nachfolger von Hans-Werner Sinn am renommierten ifo Institut der Uni München. Ein persönlicher Blick auf seine Karriere.

          Als Kind wollte ich …

          … gern Pilot werden und Jagdflugzeuge fliegen wie ein älterer Junge aus der Nachbarschaft. Mir wird aber schon im Auto leicht übel, als Pilot bin ich wohl nicht zu gebrauchen.

          Dass ich heute Präsident des ifo Instituts bin, ist …

          … erstaunlich, macht mir viel Freude, bedeutet aber auch eine erhebliche Verantwortung.

          An meinem Beruf liebe ich …

          … die Unabhängigkeit, das lebenslange Lernen und Entdecken, die Begegnungen mit außergewöhnlichen Menschen.

          Die größte Herausforderung ist dabei …

          … das Zeitmanagement.

          Drei Themen, mit denen ich mich regelmäßig beschäftige, sind …

          … die Wirtschaftspolitik, die Zukunft des ifo Instituts sowie meine Familie und Freunde.

          Mein wirtschaftswissenschaftliches Studium …

          … hat mir die Augen geöffnet und geht jeden Tag weiter.

          Mein Berufseinstieg …

          … war ein fließender Übergang vom Studentenleben zur Wissenschaft.

          Wenn ich nicht in die Wissenschaft gegangen wäre, …

          … wäre ich Unternehmensberater oder Banker geworden. Es ist reiner Zufall, dass das nicht so gekommen ist.

          Eine Fähigkeit, die ich an Kollegen besonders schätze, ist …

          … Engagement für andere und eigenständiges Denken, das von Moden und Political Correctness unbeeinflusst ist.

          Wenn ich heute über meine Karriere nachdenke,

          … bin ich dankbar für die Chancen, die ich hatte, und für Glück in wichtigen Situationen.

          Mein größtes Vorbild war …

          … niemand. Ich habe sehr viel von meinen Eltern, Lehrern, von Kollegen und Schülern gelernt, aber der Begriff des Vorbilds sagt mir nichts.

          Aufgezeichnet von Julia Hoscislawski.

          Nach seinem Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum (1987–1989) sowie der Volkswirtschaftslehre und Romanistik an der Universität Mannheim (1989–1999) promovierte Clemens Fuest 1994 in Köln zum Dr. rer. pol. Im Jahr 2000 folgte seine Habilitation an der Universität München zum Thema Steuerpolitik und Arbeitslosigkeit. Professuren in Köln, Oxford und Mannheim folgten. Von 2013 bis 2016 war er zusätzlich Präsident und Wissenschaftlicher Direktor des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Seit 2015 leitet er als Nachfolger von Hans-Werner Sinn das ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München.

          Topmeldungen

          Ashton Applewhite

          Altersdiskriminierung : „Man kann nicht jung bleiben“

          Die Amerikanerin Ashton Applewhite kämpft gegen eine Form der Diskriminierung, über die kaum jemand spricht, obwohl sie jeden irgendwann treffen wird. Ein Gespräch über Altersdiskriminierung.
          Schlechte Laune im Osten? Das stimmt nicht so ganz.

          Ostdeutschland : Woher die schlechte Laune?

          Steht es dreißig Jahre nach dem Ende der DDR wirklich so schlimm mit der deutschen Einheit und dem Osten? Nein. Die krasse Fehleinschätzung hat auch etwas mit denen zu tun, die heute die politische Meinung im Osten mitprägen.