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Karriere beim Patentamt : „Ich will Mädchen für Technik begeistern“

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Christine Moosbauer ist seit 2017 Vize­präsidentin des Deutschen Patent- und Markenamtes (DPMA) in München. Nach ihrem Studium der Nachrichtentechnik an der Technischen Universität München war sie knapp zehn Jahre in der Industrie tätig, bevor sie als Referentin an das DPMA wechselte. Dort durchlief sie verschiedene Leitungspositionen. Bild: Deutsches Patent- und Markenamt

Christine Moosbauer ist Vizepräsidentin des Deutschen Patent- und Markenamtes in München. Hier gibt sie Einblick in ihren Werdegang.

          Als Kind wollte ich …

          … immer schon technische Geräte zerlegen und zusammenbauen. Vorbild war dabei meine Mutter, die zum Beispiel ihre Waschmaschine selber reparierte und keine Scheu vor technischen Geräten hatte.

          Dass ich heute Vizepräsidentin des Deutschen Patent- und Markenamtes bin, ist …

          … eine Entwicklung, die ich so nie erwartet hätte. Ich bin im Bayerischen Wald aufgewachsen, meine Eltern waren keine Akademiker. Aber meine Mutter hat auf Schulbildung großen Wert gelegt und mich immer bestärkt und, soweit sie konnte, gefördert.

          An meinem Beruf liebe ich, …

          … dass ich mit unterschiedlichen Menschen auf verschiedenen Ebenen zu tun habe. Ich kann gestalten und Dinge vorantreiben, die ich für wichtig halte.

          Die größte Herausforderung ist dabei, …

          … verschiedene Menschen mit ihren unterschiedlichen Sichtweisen und Interessen mitzunehmen und für ein gemeinsames Ziel zu begeistern – etwa bei der Digitalisierung unserer Arbeitsbereiche.

          Drei Themen, mit denen ich mich regelmäßig beschäftige, sind …

          … Umweltschutz, der für mich schon im eigenen Garten anfängt. Die Natur, die ich gern beim Fahrradfahren oder Bergwandern erlebe und genieße. Und natürlich die technische Entwicklung: Ich mag es, neue Technologien kennenzulernen und dabei zu helfen, sie für möglichst viele Menschen vorteilhaft nutzbar zu machen.

          Mein Studium der Nachrichtentechnik…

          … war anspruchsvoll und herausfordernd, hat mir aber eine breite Grundlage für ein allgemeines Technikverständnis verschafft. Damals war ich übrigens eine von vier Frauen unter mehr als 900 Erstsemestern. Umso wichtiger ist es mir heute, auch Mädchen für Technik zu begeistern.

          Mein Berufseinstieg …

          … fand in einer kleinen Firma für Hard- und Softwareentwicklung in der Medizintechnik statt. Das war spannend und vielfältig, weil man in einer kleinen Firma in alle Schritte eines neuen Produkts eingebunden wird – von der Entwicklung über die Produktionsbegleitung bis zum Marketing.

          Wenn ich nicht zum Deutschen Patent- und Markenamt gegangen wäre, …

          … wäre ich jetzt wahrscheinlich in der Entwicklungsleitung einer Medizintechnikfirma – vielleicht für Steuerungssoftware.

          Fähigkeiten, die ich an Kollegen besonders schätze, sind …

          … Zuverlässigkeit und technisches Interesse. Ich mag es aber auch, wenn Menschen vielseitig sind und über den Tellerrand schauen, sich nicht nur für Technik, sondern auch für Politik oder Literatur interessieren.

          Wenn ich heute über meine Karriere nachdenke, …

          … dann staune ich noch immer und bin dankbar, dass mir vieles gelungen ist. In meiner Laufbahn hat sich manches glücklich gefügt. Aber es gehören sicher auch Fleiß und Beharrlichkeit dazu – und die Bereitschaft, auch mal ein Risiko einzugehen und Verantwortung zu übernehmen.

          Mein größtes Vorbild war …

          … zum einen meine Mutter. Daneben haben mich immer Menschen fasziniert, besonders auch Frauen, die den Mut hatten, aus ihrer sicheren, gewohnten Umgebung auszubrechen, um Neues zu wagen.

          Christine Moosbauer ist seit 2017 Vize­präsidentin des Deutschen Patent- und Markenamtes (DPMA) in München. Nach ihrem Studium der Nachrichtentechnik an der Technischen Universität München war sie knapp zehn Jahre in der Industrie tätig, bevor sie als Referentin an das DPMA wechselte. Dort durchlief sie verschiedene Leitungspositionen.

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