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Geldanlage zum Berufseinstieg : Sparen, anlegen oder ausgeben?

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Bild: wutwhanfoto/iStock/Thinkstock

Absolventen starten oft mit ansprechenden Gehältern ins Berufsleben. Wann lohnt es sich, über Geldanlage nachzudenken?

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          Eine stattliche Summe ansparen oder lieber nach dem Studium das erste Geld in einen Backpacking-Trip nach Laos investieren? Viele Absolventen stehen in Sachen Geldanlage nach dem Studium ratlos da und sind hin und her gerissen zwischen Vermögensaufbau und Konsum. Ideal wäre es, wenn man sich nicht zwischen Geldanlage und schöner Reise entscheiden müsste, sondern beides haben könnte. Machbar ist das allemal, denn die ersten Gehälter sind heutzutage mitunter ziemlich üppig. Schon ab einem Jahresgehalt von 45.000 Euro sollte beides möglich sein. Gleichzeitig helfen beim Reisen wie auch bei der Geldanlage ein paar grundlegende Gedanken.

          Risiken absichern

          Auch wenn es schwerfällt, sollten Berufsanfänger grundsätzlich mit dem Start in den Beruf mit der Absicherung ihrer Risiken beginnen. Dann ist der Kopf frei, und die Reise ins Berufsleben kann beginnen. „Zur Absicherung der elementaren Risiken bei Berufsstartern gehört die Haftpflicht- und Auslandskrankenversicherung. Abhängig von der Branche und der gesundheitlichen Situation zählt dazu auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung“, meint Katharina Lawrence von der Verbraucherzentrale Frankfurt. Erst danach spielten Überlegungen zur Geldanlage eine Rolle. Entscheidungen hierzu sollte man nicht unter dem Druck eines Beraters, sondern immer in Ruhe treffen. Denn die Möglichkeiten sind vielfältig und reichen von Zinsanlagen über vermögenswirksame Leistungen bis hin zu Investments in Aktien, ETFs, Fonds oder Zertifikaten.

          Absolventen können sich die Geldanlage wie eine Reise ins vielfältige und oft exklusive Südafrika vorstellen. Wer seinen Flug selbst bucht – als Airline womöglich eine aus dem arabischen Raum wählt –, der kann sogar sein Surfboard oder Mountainbike kostenfrei mitnehmen. Vor Ort lässt sich das Land kostengünstig mit Kleinbussen durchqueren, die Organisation im Vorfeld ist ein wenig stressig, aber machbar. Selbst Tierbeobachtungen in Nationalparks können bezahlbar sein. Statt des teuren Krüger-Nationalparks gibt es die Big Five auch unweit davon – im Hluhluwe-iMfolozi-Nationalpark – zu sehen. Natürlich reist der clevere, selbstorganisierte Absolvent nicht in den Hauptzeiten zu Ostern oder im Sommer, sondern weicht auf die Nebensaison ab Mitte April oder im Herbst aus.

          Auf die eigene Vermögensbildung übertragen, bedeutet die Geldanlage nach dem Studium nicht, Beratungsfirmen wie der Deutschen Vermögensberatung oder MLP alles anzuvertrauen. Dies würde eher einer vollorganisierten Reise mit Lufthansa-Flug und Rundumbetreuung im Land gleichen – wäre zwar bequem, kostet aber locker das Doppelte von dem, was man ausgibt, wenn man selbst plant. Absolventen sollte sich vielmehr fragen: Wer verdient an meiner Entscheidung zur Geldanlage mit, und wo existieren günstige Alternativen?

          Berater wollen mitverdienen

          Oft sind die angebotenen Produkte so komplex, dass man sie kaum durchschauen kann. Zwar gibt es mittlerweile für viele Geldanlagen obligatorische Informationsblätter. Aber wer will sich schon in diesen Textwüsten verirren? Bei einem Full-Service-Paket wollen Berater, Fondsmanager und die vermittelnde Bank mitverdienen.

          Das gilt auch für die vom Staat geförderten vermögenswirksamen Leistungen, etwa die beliebten Möglichkeiten des Bausparens oder des Fondssparens. Beliebt ist auch, mit Hilfe einer betrieblichen Altersvorsorge oder einer Riester-Rente fürs Alter vorzusorgen. Die Renditeprobleme sind allerdings die gleichen. Wählt man eine private Riester-Rente, hat man wenigsten den Vorteil, dass der Vertrag gekündigt werden kann und nicht an ein Unternehmen beziehungsweise einen Arbeitgeber gebunden ist. Außerhalb der geförderten Produkte können Berufseinsteiger häufig transparenter ansparen, etwa mit Hilfe eines Sparplans.

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